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So turbulent wie zehn Jahre nicht


 | 15:22 Uhr

Lauchhammer
So turbulent wie zehn Jahre nicht

Lauchhammer. Für die Feuerwehr in Lauchhammer war 2017 die einsatzreichste Zeit seit langem. Von Mirko Sattler

„Gott zur Ehr‘ - dem Nächsten zur Wehr“ - eine Tugend, die in den Reihen der Feuerwehr noch immer ganz groß geschrieben wird. Auch in Lauchhammer. Am vergangenen Freitagabend blickten alle Kameraden der einzelnen Löschzüge und –gruppen auf das Jahr 2017 zurück.

„Berichtete ich im letzten Jahr noch davon, dass das Jahr 2016 mit 166 Einsätzen das einsatzreichste der vergangenen fünf Jahre war, muss ich mich heute revidieren. Das Jahr 2017 war mit insgesamt 235 Einsätzen das turbulenteste der letzten zehn Jahre.“, verkündet Stadtwehrführer Silvio Spiegel. Das sei ein Anstieg von rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei leisteten 117 Kameradinnen und Kameraden insgesamt 2322 Einsatzstunden. „Einsätze als freiwilliger Feuerwehrmann, während der Freizeit, der Arbeitszeit oder der Schlafenszeit.“, betont Spiegel. 
Mit nur neun Einsätzen war der Ortsteil Kostebrau im vergangenen Jahr der sicherste Ort, gefolgt von Grünewalde (13 Einsätze) und Kleinleipisch (17 Einsätze). Die beiden einwohnerstärksten Stadtteile West und Mitte kamen zusammen auf 118 Feuerwehreinsätze.

Vor allem in der Hauptberufszeit zwischen sechs und 18 Uhr mussten die Lauchhammeraner Floriansjünger am häufigsten Ausrücken. Mit 142 Einsätzen stellt diese Zeit den Schwerpunkt dar.

„Unsere Einsätze gehen immer weiter in den Bereich der technischen Hilfeleistung. Hier sind es neben den Unfällen auch die Naturkatstrophen, zu denen wir im vergangenen Jahr ausrücken mussten. Übers Jahr geschaut, machten die zwei Drittel unserer Einsätze aus “, verrät Spiegel.
Vor allem der Herbststurm Xavier sei hier zu nennen. Durch den Deutschen Wetterdienst wurde am 22. Juni vor einer extremen Unwetterlage mit Sturm und Hagel gewarnt. Gegen 17 Uhr traf Lauchhammer dann die Unwetterfront. „Bis abends um 22 Uhr arbeiteten wir 35 Einsätze im gesamten Stadtgebiet ab. Am nächsten Morgen wurden weitere Gefahrenstellen beseitigt“, erinnert sich der Stadtwehrführer. Doch der Monat Juni sollte nicht der einzige stürmische Monat im Jahr bleiben. Der Herbststurm  ließ die Kameraden im Oktober 41 Mal ausrücken.

Neben Positivem hielt man auch mit Kritik nicht hinter dem Berg.  Hauptaugenmerk lag hier bei den Lehrgängen an der Feuerwehrschule in Eisenhüttenstadt. „Wir melden jedes Jahr Lehrgänge an. Doch die prozentuale Auslastung an Rückmeldungen, die ich bekomme, geht immer weiter nach unten“, bedauert Kreisbrandmeister Tobias Pelzer. „Wir melden rund 450 Lehrgänge an, bekommen aber nur gut 100 Zusagen“, führt er fort. „Da brauchen wir uns nicht wundern, wenn es im Land Brandenburg nicht voran geht bei der Ausbildung bei der Feuerwehr. Die Schule ist total überfordert und nicht in der Lage, aufgrund personeller Probleme erforderliches Personal heran zu ziehen. Schuld sind die Einsparmaßnahmen des Innenministerium“, sagt Pelzer.

Für die Zukunft stellt sich die Feuerwehr Lauchhammer vor viele Aufgaben: So steht zum Beispiel die Anwerbung von neuen Mitgliedern ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Anzahl der Atemschutzgeräteträger, die laut der Gefahren- und Risikoanalyse nicht ausreichend ist, muss unbedingt erhöht werden.

Ebenfalls auf der Agenda für das Jahr 2018 stehen die Beschaffung einer neuen Drehleiter, neuer hydraulischer Rettungsgeräte auf Basis von Akkumulatoren sowie die Überarbeitung der Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrkameraden.

„In Sachen Facebook, Twitter und Co. soll im Rahmen der Mitgliedergewinnung gleichzeitig geprüft werden, welche Plattformen rechtlich sicher sind, welche Informationen für die Bürger notwendig sind und vor allem durch wen diese Informationsquellen gepflegt werden können“, erklärt Pelzer.  Das Thema über alternative Alarmierungswege befinde sich derzeit in der technischen Abstimmungsphase zwischen der Leitstelle Lausitz und der stadtinternen EDV-Abteilung.

Quelle :LR Online vom 28.01.2018

   

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